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Die zweite Etappe der «Hirschen»-Sanierung

ZO/AvU, Lea Chiapolini 16.09.2017

Nachdem die erste Etappe der Sanierung des Restaurants Hirschen abgeschlossen ist, geht es nun an die Erneuerung der Fassade. Wegen unerwartet hohen Feuchtigkeitsschäden kommt diese um einiges teurer als gedacht.

Die Sanierung der Fassade, Erneuerungen von Bühnenelementen im Saal, der Ersatz von Vorhängen und auch der Einbau von Fenstern im Restaurant – im Egger «Hirschen» besteht Handlungsbedarf. 1992 wurde die Liegenschaft, von der Restaurant und Saal im Besitz der Gemeinde Egg sind, das letzte Mal renoviert.

Für eine erste Sanierungsetappe genehmigte der Gemeinderat im März dieses Jahres 65’000 Franken. Dabei wurden diverse Arbeiten im Restaurant bereits vor den Frühlingsferien erledigt. «Im Restaurant kam es wegen der Malerarbeiten während einiger Tage zu Einschränkungen », sagt Gemeindeschreiber Tobias Zerobin. «Doch in dieser Zeit konnten die Gäste im Garten bewirtet werden.»

Grosse Feuchtigkeitsschäden

In der zweiten Etappe sollen dann Saal und die Fassade erneuert werden. Ursprünglich war es geplant, nur den Sockelbereich zu sanieren, da dieser zum Teil grosse Feuchtigkeitsschäden aufweist. «Genauere Untersuchungen der Mauerwerkschäden haben gezeigt, dass die ursprünglich geplante Sanierung nicht sinnvoll ist und die gesamte Fassade saniert werden muss», sagt Zerobin. Dadurch entständen Mehrkosten für die äusseren Malerarbeiten in der Höhe von 72’000 Franken.

Ausserdem konnten für die Rauchabzugsfenster im Saal, die hätten erneuert werden sollen, keine Ersatzteile besorgt werden, wie es im Protokoll der Gemeinderatssitzung von Ende August heisst. Ebenfalls entsprechen die Fenster nicht mehr den heute gültigen Brandschutzvorschriften. «Der Ersatz der beiden Fenster, die sich bei einem Brand automatisch öffnen, ist deshalb zwingend nötig », sagt Zerobin. Da diese Ausgaben in der Höhe von rund 7700 Franken unvorhersehbar waren, seien sie als gebunden zu betrachten.

Zweite Etappe beginnt bald

Im Budget 2017 ist für die Abklärung und Teilsanierung des «Hirschen»-Saals ein Betrag von 200’000 Franken eingerechnet. Mit den Mehrkosten für die Fassadensanierung und die Rauchabzugsfenster belaufen sich die erwarteten Kosten auf 206’000 Franken. Der Gemeinderat hat diesen Betrag trotz der Überschreitung an seiner Sitzung bewilligt.

Die Bauarbeiten der zweiten Etappe sollen bald beginnen und noch dieses Jahr abgeschlossen werden. «Dieses Mal sollte es für den Restaurantbetrieb zu keinen Einschränkungen kommen », sagt Gemeindeschreiber Zerobin.