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Schulraum ja, aber ohne «Nice-to-have»

ZO/AvU, Leserbrief der Gruppe «Transparenz in der Politik»: Heinz Vollenweider, Katharina Kunz, Kurt Pfister, Egg 27.10.2018

Leserbrief zu Artikel «Schulraumerweiterung spaltet die Gemüter weiter» Ausgabe vom 5. Oktober

Auch bei uns steigt der Puls, wenn wir das Projekt betrachten. Das vom Gemeinderat vorgelegte Projekt für die Schulraumerweiterung im Bützi für 23,2 Millionen Franken ist vollgepackt mit vielem, das möglicherweise wünschenswert ist, nicht aber zum wirklich dringend benötigten Schulraum gehört.

Mit einem Ja stimmen wir der Umnutzung des Schulhauses Güetli in Hinteregg lediglich noch als Kindergarten, dem Bau einer zweiten Dreifachturnhalle, einer weiteren Tiefgarage mit 18 Plätzen für die Sportler und der Umnutzung des bestehenden Schulhauses Bützi zu. Für so viel Geld ist nicht einmal eine sorgfältige energetische Sanierung des heutigen Schulhauses inklusive der Erneuerung der Heizung inbegriffen.

Ob die jährlichen Kosten für das Bützi nach der Erweiterung steigen werden, wollte ein Zuhörer an der Info-Veranstaltung wissen. Die Verantwortlichen verneinten dies. Wenn man aber die Unterlagen der Gemeinde genau studiert, kommt man zu einem anderen Schluss. Die jährlichen Folgekosten werden auf deutlich über eine Million Franken steigen und unsere Jahresrechnung für die nächsten Jahrzehnte stark belasten.

Zu hohe Investitionen

Gemäss Gemeinderat braucht die Gemeinde in den nächsten Jahren nochmals Schulraum für weitere 23 Millionen Franken, und dabei ist die Erneuerung des Schwimmbades wiederum nicht eingerechnet. Wie der Schulraum und Nutzung im Zentrum aussehen soll, ist unklar.

Wir brauchen guten Schulraum, dringend, aber zuerst mal ohne «Nice-to-have»! Es kann doch nicht sein, dass wir unlängst bereits für 3,5 Millionen Franken einen Kunstrasen gebaut haben und jetzt die Bedürfnisse der Sportvereine mit dem Bau einer zweiten Dreifachturnhalle wieder an vorderster Stelle stehen. Die Gemeindefinanzen verkraften diese hohen Investitionen nicht.

Wir ermuntern daher die Egger Bevölkerung, ein Nein in die Urne einzulegen, damit der Gemeinderat nachsitzen kann.