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Gerangel um Gemeinderatssitze

ZO/AvU, Benjamin Rothschild 15.03.2014

Vor vier Jahren wurde der Gemeinderat in stillen Wahlen bestätigt, in diesem Jahr haben die Egger die Qual der Wahl: Zehn Kandidaten kämpfen um sieben Sitze. Mit proEGG hat eine neue Partei die politische Bühne der Pfannenstielgemeinde betreten.

Gemeinderatsmandate scheinen in Egg wieder attraktiv zu sein: Nicht weniger als zehn Kandidaten – davonfünf neue – peilen die sieben Sitze an. In Egg kommt diese Konstellation einem regelrechten Ansturm gleich. Denn bei den letzten Wahlen vor vier Jahren wurden die amtierenden Gemeinderäte allesamt konkurrenzlos bestätigt – in stillen Wahlen. Auch andere Gremien sind umkämpft: So zum Beispiel die Rechnungsprüfungskommission: Sechs Kandidatenringen dort um fünf Sitze. Die vier Sitze der Baukommission werden von fünf Kandidierenden angepeilt. Und in die siebenköpfige Schulpflege drängen gar neun Anwärter. Interessant dürfte auch die Kampfwahl um das Schulpflegepräsidium werden, wo Amtsinhaberin Beatrice Gallin (FDP) von Dieter Ochsenbein (proEGG) herausgefordert wird.

Neue Partei wittert Chance

Der Auftritt von proEGG auf der Egger Politbühne ist neben der Kandidatenvielfalt das zweite hervorzuhebende Charakteristikum dieser Wahlen. Im Winter 2012 als Verein gegründet, ist proEGG heute eine Partei mit Ambitionen, die mit Corinne Huber und Sergio Oesch zwei Kandidaten für den Gemeinderat stellt. Wie gross die Chancen des politischen Neulings sind, ist schwer abzuschätzen. «Es geht uns bei diesen Wahlen auch darum, unseren Bekanntheitsgrad zu steigern», meint Corinne Huber. Trotz der Wahlkampf-Premiere attestiert sie ihrer Partei aber durchaus reelle Chancen auf den einen oder anderen Sitzgewinn. proEGG wolle sich vor allem für Familien mit schulpflichtigen Kindern sowie für eine nachhaltige Umweltpolitik einsetzen, so Huber. Auch in der Debatte um die Egger Ortsumfahrung hat sich die Partei, die links der etablierten bürgerlichen Kräfte anzusiedeln ist, positioniert. Sie spricht sich für die sogenannte «Null-Plus-Variante» – Verbreiterung der Forchstrasse, keine Verkehrsabwicklung über die neue Meilenerstrasse – aus.