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Verkehrsführung Egg: Gemeinderat definiert weiteres Vorgehen

Gemeindeverwaltung Egg 10.11.2014

Anlässlich der Gemeindeabstimmung vom 28. September 2014 wurden die vom Gemeinderat vorgelegten Varianten „Verkehr durch das Zentrum“ mit 796 Ja gegen 2727 Nein und „Ortskernumfahrung oberirdisch“ mit 1528 Ja gegen 2072 Nein abgelehnt. Somit sind beide vom Gemeinderat vorgeschlagenen Verkehrsführungsvarianten vom Tisch. Der Gemeinderat hat die Auswirkungen auf diesen Entscheid anlässlich seiner letzten Klausurtagung besprochen.

Was bedeutet dieses doppelte Nein?

Dieses doppelte Nein der Stimmbevölkerung bedeutet unmittelbar, dass der heutige Zustand beibehalten und die heutige Verkehrsführung über die Forchstrasse mit den unveränderten Rahmenbedingungen weiterhin gelten wird.

Es ist jedoch klar, dass die Forchbahnübergänge bei der Kirche/Post und beim Märtplatz geschlossen werden. Es verbleiben lediglich zwei Fussgängerübergänge an beiden Enden der Forchbahnhaltestelle. Der Gemeinderat hat die noch hängigen Rekurse gegen diese Forchbahnprojekte im Zentrum nun zurückgezogen. Da jedoch auch noch die Verschiebung der Forchbahnstation Richtung Forch und der behindertengerechte Ausbau der Perrons anstehen macht es Sinn, diese Projekte zusammenzufassen und mit der Gemeinde zu koordinieren. Der Gemeinderat wird daher mit der Forchbahn AG das Gespräch suchen und das entsprechende Vorgehen absprechen.

Die Forchstrasse wird zusammen mit dem kantonalen Amt für Verkehr auf die Verbesserung der Sicherheit insbesondere für den Fussgänger- und Langsamverkehr hin überprüft werden. Dabei soll der gesamte Abschnitt zwischen Lichtsignal Rällikerstrasse bis Hof betrachtet werden. Dabei ist zu klären, zu welchen Massnahmen der Kanton überhaupt Hand bietet. Zu verifizieren sind insbesondere die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen zu einer möglichen Verlangsamung des Verkehrs gerade im Zentrumsbereich.

Quartierplan Oberdorf wird vorangetrieben

Vorläufig wird auf die Beantragung zur Löschung der Baulinien im Oberdorf verzichtet. Es liegt ohnehin im Kompetenzbereich des Kantons, eine solche Löschung überhaupt zu prüfen. Die nächste ordentliche Revision des kantonalen Richtplans ist im Jahr 2025 vorgesehen.

Es ist nun vordringlicher, den Quartierplan Oberdorf voranzutreiben und die diesbezügliche Erschliessungsfrage zu regeln. Sollte sich in diesem Prozess zeigen, dass die bestehenden Baulinien für das Gesamtkonzept hinderlich sind, könnte eine Anpassung oder Löschung der Baulinien diskutiert werden. Es gilt jedoch auch hier zu beachten, dass dies unter Umständen eines Beschlusses des Kantonsrates bedarf. Sollte sich zeigen, dass die Baulinien gleichzeitig als Erschliessung des Quartierplangebietes dienen, können diese gleich genutzt werden und damit das Quartierplanverfahren damit vereinfacht werden.

Begleitgruppe wird involviert werden

Bevor nun die Gespräche mit der Forchbahn AG und dem kantonalen Amt für Verkehr stattgefunden haben, kann der Gemeinderat keine weiteren Entscheidungen fällen. Sobald die Ergebnisse dieser Gespräche vorliegen ist vorgesehen, die gemeindeinterne „Begleitgruppe Ortsentwicklung“ wiederum einzuberufen um die Ergebnisse bekannt zu machen und zu diskutieren. Somit wird das weitere Vorgehen wiederum mit Teilen der Bevölkerung gespiegelt werden können.