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Begegnungszone am Märtplatz Egg

Vorstand proEGG 02.04.2015

Im Newsletter der Gemeinde Egg vom 23.3.2015 wurde bekannt gegeben, dass Anwohner im Bereich Märtplatz / Dorfstrasse eine Petition für eine Begegnungszone am Märtplatz eingereicht haben. Hintergrund dafür ist die kommende Schliessung des Bahnüberganges beim Märtplatz für den Autoverkehr und die damit verbundene Erschliessung des Märtplatzes“ über die Dorfstrasse, welche für den Zubringerverkehr wieder geöffnet wird.

ProEGG begrüsst die Petition der Anwohner und unterstützt das Anliegen des Gemeinderates, dieses Anliegen wohlwollend zu beurteilen. Eine Begegnungszone am Märtplatz (Tempo 20 mit Fussgängervortritt) beurteilt proEGG als sehr sinnvoll und zweckmässig.

ProEGG engagiert sich seit der Gründung für eine siedlungsverträgliche Verkehrspolitik, das Prüfen einer Begegnungszone am Märtplatz ist ein wichtiger und anerkennenswerter Schritt des Gemeinderates in die richtige Richtung. Umfragen bestätigen regelmässig, dass Sicherheit ein wichtiges Bedürfnis der Einwohnerinnen und Einwohner ist.

Aus der verkehrsicherheitstechnischer Sicht ist es deshalb wünschenswert, wenn die Gemeinde eine Gesamtüberprüfung der sensiblen Strassenabschnitte in der Gemeinde nach dem Modell 50/30 anstösst, wie dies von der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung empfohlen wird.

Nach dem Modell Tempo 50/30 der bfu werden alle Strassen einer Gemeinde in zwei Geschwindigkeitsregimes eingeteilt. Die verkehrsorientierten Strassen (vor allem Haupt- oder wichtige Sammelstrassen) werden mit Tempo 50 generell signalisiert und mit Sicherheitsmassnahmen für die langsamen Verkehrsteilnehmenden ergänzt.

Die siedlungsorientierten Strassen (in der Regel untergeordnete Sammelstrassen und Erschliessungsstrassen) sollen nach der Prüfung gemäss Gutachten in Tempo-30-Zonen eingebunden werden. Diese können bei finanzieller Knappheit auch etappenweise, zum Beispiel nach Wichtigkeit (erste Priorität haben Gebiete mit Kindergärten und Schulen), eingeführt werden.

Der Anstoss für das Umsetzen von Tempo-30-Zonen kommt in der Regel, gemäss bfu, vom Gemeinderat. Anwohner betrachten meist nur ihr Wohnquartier, die Exekutive kann das grosse Ganze im Auge behalten und sollte das Gemeindegebiet ganzheitlich nach dem Modell Tempo 50/30 überprüfen.

ProEGG wird sich weiterhin für Verkehrsicherheit und eine siedlungs- und bevölkerungsverträgliche Verkehrspolitik in Egg engagieren. Dazu gehören zeitgemässe Massnahmen zur Verkehrsberuhigung bei den Dorf- und Siedlungseingängen, Massnahmen für die Reduktion des Durchgangsverkehrs, sichere und beruhigte Verkehrswege rund um unsere Schulen und unsere Lebensorte, sichere Velo- und Fussgängerverbindungen sowie ein attraktiver öffentlicher Verkehr, auch innerhalb der Gemeindegrenzen von Egg.

 


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