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Pressemitteilung des Gemeinderates Egg

Gemeindeverwaltung Egg 08.04.2015

Badi Egg: Gemeinderat erstellt Machbarkeitsstudie

Die Gemeinde Egg muss die Bauten und Einrichtungen des Strandbades Egg sanieren, damit die Anlage für mindestens die nächsten 30 Jahre erfolgreich weiterbetrieben werden kann. Die Bauten stammen aus den 1930er-Jahren und sind stark sanierungsbedürftig. Der Gemeinderat hat nun eine entsprechende Machbarkeitsstudie durch die Arbeitsgruppe für Siedlungsplanung und Architektur AG (asa AG) in Auftrag gegeben und hierfür einen Kredit über Fr. 37'000 bewilligt. Die Ergebnisse liegen nun vor.

Im Rahmen dieser Machbarkeitsprüfung wurden der Umfang der nötigen baulichen Sanierung der Gebäudehüllen, der Ausbauten, Einrichtungen und Haustechnik überprüft, erfasst und deren Kostenfolge grob abgeschätzt. Im Rahmen der Machbarkeit wurde auch geprüft, welche Vor- und Nachteile ein allfälliger Ersatzneubau im Vergleich mit der Sanierung der bestehenden Gebäude haben könnte.

Sanierung oder Neubau?

Die Machbarkeitsstudie stellt zwei Varianten gegenüber: Entweder sollen die heutigen Bauten saniert oder aber es soll ein Ersatzneubau erstellt werden. Obwohl ein Ersatzneubau mit rund Fr. 1,7 Mio. um rund Fr. 0,4 Mio. teurer zu stehen kommt (Kostenschätzung mit +/- 25 %) macht für den Gemeinderat die Variante Ersatzneubau mehr Sinn. bietet und sich überdies besser in die Landschaft einfügt als das heutige Ensemble. Die Mehrkosten gegenüber der reinen Sanierungsvariante sind, vor dem Hintergrund der vielen Vorteile, angemessen.

Die Analyse zeigt auf, dass die Variante Ersatzneubau viele Vorteile für einen zukunftsfähigen Betrieb Es ist offensichtlich, dass mit einem Ersatzneubau die betrieblichen Anforderungen, d.h. die Garderoben in Verbindung mit Dusch- und WC-Anlage, die Abläufe im Kiosk, die Zubereitung und Abgabe von Speisen, optimal erfüllt werden können. Mit einem Neubau können sämtliche Räume und Sitzplätze auf einem Niveau angelegt und behindertengerecht über Rampen mit dem Seeweg und der Liegewiese verbunden werden. Im Falle der Sanierung der bestehenden Gebäude ist die Behindertengerechtigkeit ungleich schwieriger zu bewerkstelligen.

Das heutige Ensemble, bestehend aus drei Einzelbauten, ist seit über 80 Jahren Teil des Landschaftsbildes an diesem Ort. Dennoch wirken diese Gebäude in ihrer winkelförmigen Anlage, mit dem ,,Rücken" zum Bach als auf sich selbst bezogen und als Fremdkörper in der Landschaft. Ein Ersatzneubau hingegen, welcher sozusagen die heutigen Einzelbauten in ein einziges Volumen aufnimmt, überlässt als Einzelbau der weiten Landschaft den unbestrittenen Vorrang. Das ,,Fenster" zur Riedlandschaft, in der Form einer Lücke im Ufergehölz des Baches, unterstreicht dieses Verständnis, dass die Badi in die weite und offene Uferlandschaft am oberen Greifensee eingebunden ist.

Weiteres Vorgehen

In einem nächsten Schritt wurde die Gemeinde Maur als Standortgemeinde in die Überlegungen und Absichten der Gemeinde Egg einbezogen, da sich die Badi bekanntlich auf dem Gebiet der Gemeinde Maur befindet. Daher wurde nun ein Vorentscheidgesuch bei der Gemeinde Maur eingereicht. Es wird damit die Frage geklärt, ob die Variante Ersatzneubau schlussendlich auch bewilligungsfähig ist. Es werden daher auf dem Gelände der Badi Bauvisiere gestellt werden. Da sich die Badi im Perimeter der Greifenseeschutzzone befindet, sind umfangreiche Abklärungen bei den mitbeteiligten kantonalen Stellen sowie der Greifenseestiftung vorzunehmen.

Nach Vorliegen aller Ergebnisse wird der Gemeinderat über das weitere Vorgehen entscheiden und allenfalls ein konkretes Bauprojekt ausarbeiten lassen. Das letzte Wort wird ohnehin die Gemeindeversammlung haben, welche einen entsprechenden Kredit zu bewilligen hätte. Einen konkreten Zeitplan hierzu gibt es noch nicht.


Bilder gemäss Homepage der Gemeinde Egg