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Egg budgetiert erneut ein Minus

ZO/AvU, Lea Müller 17.10.2015

Die Gemeinde Egg budgetiert für das Jahr 2016 einen Aufwandüberschuss von rund 1,8 Millionen Franken. Laut Gemeinderat lassen drei Sondereffekte  das Minus ansteigen.

Der Egger Gemeinderat legt zum letzten Mal das separate Budget der Politischen Gemeinde für das nächste Jahr vor. Im März haben die Egger Stimmbürger der Bildung der Einheitsgemeinde zugestimmt. Diese wird per 1. Januar 2016 eingeführt. Das Budget der Politischen Gemeinde für das Jahr 2016 rechnet bei Ausgaben der laufenden Rechnung von 29,9 Millionen Aufwand und 28,1 Millionen Franken Ertrag mit einem Aufwandüberschuss von 1,8 Millionen Franken. Bereits für das Jahr 2015 budgetierte der Gemeinderat einen Aufwandüberschuss von 1,5 Millionen Franken. Der Ertragsüberschuss im Geschäftsjahr 2014 betrug trotz budgetiertem Minus von 700'000 Franken rund 528'000 Franken.

Für das Jahr 2016 sind laut Gemeinderat drei Spezialeffekte zu erwähnen. Die Investitionstätigkeit wird im Jahr 2016 mit rund 11 Millionen Franken sehr hoch sein. Allein Projekte wie der Bau der Tiefgarage auf dem Gebiet Rietwis oder der Bau des Kunstrasenspielfelds in der Kirchwies erhöhen die Abschreibungen um rund 400'000 Franken. Zudem plant der Gemeinderat 100'000 Franken an zusätzlichen Abschreibungen. Diese dienen zur Vorbereitung auf das neue Harmonisierte Rechnungsmodell 2, das die Abschreibungspraxis in allen Gemeinden bis Ende 2019 ablösen wird.

Eine Million weniger als 2015

Die Auswirkungen der kommenden Einheitsgemeinde zeigen sich zudem bereits im Budget 2016. Es entfallen rund 500 000 Franken an Einnahmen der Schulgemeinde Egg. Diese trat die Schulgemeinde jeweils an die Politische Gemeinde ab, da diese die Finanzbuchhaltung für die Schule betreute. «Diese Ausgaben fallen auf der anderen Seite bei der Schulgemeinde Egg nicht mehr an – für den Steuerzahler ergibt sich somit ein Nullsummenspiel, und das Ergebnis der Schulgemeinde wird sich um diesen Betrag verbessern», sagt Gemeindeschreiber Tobias Zerobin. Rechne man diese Sondereffekte weg, dann liege das Budget 2016 gegenüber dem Jahr 2015 rund eine Million Franken tiefer. Der Gemeinderat beantragt keine Steuererhöhung, damit bleibt der Steuerfuss der Politischen Gemeinde bei 40 Prozent. Laut Beatrice Gallin beantragt auch die Schulgemeinde keine Erhöhung des aktuellen Steuerfusses von 58 Prozent für das nächste Jahr. Somit bleibt der Gesamtsteuerfuss in der Gemeinde Egg stabil bei 98 Prozent.