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Baukosten hätten noch höher ausfallen können

ZO/AvU, Leserbrief der Gruppe «Transparenz in der Politik» 11.04.2016

Für die Sanierung von Grundund Quellwasserfassungen in drei Etappen wurde an der Gemeindeversammlung vom 2. April 2007 ein Kredit von 2,4 Millionen Franken bewilligt. An der Gemeindeversammlung am 21. März 2016 wurde die Endabrechnung für das Projekt von 2,5 Millionen genehmigt. Dem Stimmbürger wurde allerdings vorenthalten, dass nur zwei Drittel des ursprünglich ge- planten Projekts gebaut wurden. In der Weisung heisst es lediglich, der Sanierungsaufwand habe sich bei der Projektdurchführung grösser als geplant erwiesen, und man habe Abstriche am Projekt vorgenommen.

Effektiv 1,2 Millionen höher

Erst im RPK-Bericht wird dann der nicht verbaute Mehraufwand mit 1,2 Millionen beziffert. Hätte man also das ganze Projekt, wie an der Gemeindeversammlung im Jahr 2007 bewilligt, ordnungsgemäss durchgeführt, wären die Baukosten um mindestens 1,2 Millionen höher ausgefallen und hätten damit mit mehr als 3,6 Millionen den budgetierten Kredit um über 30 Prozent überschritten.

Mehr Infos gefordert

Störend an dieser Geschichte ist einmal mehr, dass sich der Stimmbürger trotz dem Weisungsbüchlein die relevanten Informationen zur Meinungsbildung zusammensuchen und erfragen muss. Wir fordern von den Gemeindebehörden eine umfassende und sachliche Information und mehr Sorgfalt in der Projektbudgetierung und -führung. Und falls ein Nachtragskredit notwendig wird, soll dieser frühzeitig beantragt werden. Enttäuschend ist auch, dass die Parteien, mit Ausnahme von Pro Egg, sich kaum mehr kritisch mit den Gemeindegeschäften auseinandersetzen und an der Gemeindeversammlung keine Stellung beziehen.

Leserbrief zu Artikel: «Gemeinde kann Swisscom- Gebäude verkaufen» Ausgabe vom 23. März
Für die Gruppe Transparenz in der Politik: Katharina Kunz, Heinz Vollenweider, Kurt Pfister, Egg