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Egg bekommt eine wetterfeste Haltestelle

ZO/AvU, Kevin Weber 23.11.2016

Die Forchbahn- Haltestelle in Egg wird ab Herbst 2017 behindertengerecht und wettergeschützt ausgebaut. Im Zuge der Arbeiten muss auch ein Fussgängerstreifen verschoben werden.

Das Egger Dorfzentrum ist im Wandel: Neben Wohn- und Geschäftsräumen sowie einem neuen Chilbiplatz entsteht dort ab Herbst 2017 auch eine neue Forchbahn-Haltestelle. «Wir haben in Egg pro Tag rund 750 Fahrgäste. Durch die neuen Wohn- und Geschäftshäuser rechnen wir in den nächsten Jahren mit einem Zuwachs auf 1000 Fahrgäste pro Tag», sagt Markus Amrein, Bereichsleiter Infrastruktur bei der Forchbahn AG, über die zukünftige Entwicklung der Forchbahn- Haltestelle in Egg.

Einige Änderungen geplant

«Das Behindertengleichstellungsgesetz schreibt vor, dass bis 2023 alle Haltestellen behindertengerecht umgebaut werden müssen. Das gilt auch für die neue Haltestelle in Egg. Das Perron wird dort um dreissig Zentimeter angehoben», sagt Markus Amrein. Die Erhöhung des Perrons sei jedoch nicht nur behindertengerecht, sondern vereinfache auch das Ein- und Aussteigen für Leute mit Kinderwagen.

«Momentan gibt es für die Fahrgäste in Egg noch keinen Wetterschutz, das soll sich in Zukunft jedoch ändern», sagt Amrein. In Zukunft sind die wartenden Fahrgäste in Egg auch wettergeschützt. Während es auf der Fahrbahn in Richtung Zürich eine neue Wartehalle geben wird, die Schutz vor Sonne, Regen und Schnee bietet, wird auf der gegenüberliegenden Seite ein einfacher Schutzunterstand erstellt. Auch die Sicherheit soll an der neuen Haltestelle gewährleistet werden. Dafür werde in der Mitte zwischen beiden Gleisen ein Zaun installiert, der die beiden Fahrbahnen trenne. Damit will die Forchbahn erwirken, dass Personen die Gleise nur noch bei den dafür vorgesehenen Schrankenübergängen passieren. «Ich sehe heute leider immer noch viele Leute, die einfach über die Gleise laufen. So etwas kann verheerende Folgen haben», sagt Amrein.

Neuer Fussgängerstreifen

Durch den Ausbau wird die Haltestelle vom jetzigen Standort bei der Zürcher Kantonalbank rund zwanzig Meter in Richtung Forch/Zürich auf die Höhe der neuen Häuser verlegt. Zugleich wird auch die Gleisgeometrie der Einfahrt von Zürich her optimiert sowie die Weichen ausgewechselt. Dadurch werden die Gleise rund einen Meter Richtung Forchautobahn verschoben. «So entsteht eine leichte Lärmreduktion und für die Fahrgäste ein verbesserter Fahrkomfort», sagt Amrein.

Im Zuge der Arbeiten werden auch die Weichen in Richtung Esslingen neu verlegt. Deshalb müsse der Fussgängerstreifen bei der Dorfstrasse um knapp fünfzig Meter in Richtung Zürich, auf die Höhe der Raiffeisenbank, verschoben werden. Dies, weil Fussgängerübergänge aus Sicherheitsgründen nicht im Bereich einer Weiche liegen dürfen. Eine solche werde jedoch genau an der jetzigen Stelle des Übergangs verlegt, sagt Amrein. Zudem soll eine Fussgängerinsel die Sicherheit der Passanten verbessern. Ebenso werden im Bereich der Haltestelle der Unterbau sowie die Kabelkanäle und Rohranlagen verschoben und modernisiert. «Die jetzigen Installationen sind rund sechzig Jahre alt, haben ihre Lebensdauer erreicht und müssen erneuert werden.» Ausserdem reduziere die Modernisierung den Verschleiss an Fahrzeug und Schiene.

Mehr Verkehr in Quartieren

Dass man alle Ausbau- und Modernisierungsarbeiten zur gleichen Zeit ausführt, hat gemäss Markus Amrein einen Vorteil. «Alles in einem Arbeitsprozess zu erledigen ist einfacher, als drei bis fünf Jahre später weitere Arbeiten auszuführen, die erneut zu Behinderungen im Verkehr führen würden.»

Während der Umbauarbeiten könne die Forchstrasse nur einseitig befahren werden. Der Verkehr in Richtung Uster werde über die Neue Meilenerstrasse umgeleitet, den Innerortsverkehr werde man dagegen über Quartierstrassen leiten. «Der übergeordnete Verkehr bleibt dort, wo er ist. Es gibt in der Zeit während der Umbauarbeiten höchstens ein wenig mehr Verkehr in den Quartieren», sagt Gemeindepräsident Rolf Rothenhofer.

Bisher keine Einsprachen

Bis zum 13. Dezember läuft das Plangenehmigungsverfahren noch. Bisher habe es jedoch weder aus der Bevölkerung noch von den betroffenen Anwohnern entsprechende Einsprachen gegeben, sagt Markus Amrein. Der Baubeginn der neuen Haltestelle ist für Herbst 2017 vorgesehen, und die Bauzeit beträgt rund ein Jahr. Die Projektkosten von rund 4,2 Millionen Franken trägt das Bundesamt für Verkehr.