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Wechsel an der Spitze nach 16 Jahren

ZO/AvU, Lea Chiapolini 12.03.2018

Der amtierende Egger Gemeindepräsident Rolf Rothenhofer wird am 15. April nicht mehr zu den Gemeinderatswahlen antreten. Während es für seine Nachfolge nur einen Anwärter gibt, interessieren sich für den Gemeinderat und das Schulpräsidium zu viele Kandidaten.

In der Egger Exekutive stehen grosse Wechsel an. Vier der amtierenden Gemeinderäte ziehen sich aus dem Gremium zurück: Gemeindepräsident Rolf Rothenhofer (parteilos), Gesundheitsvorstand Matthias Menzi (SVP) und Bauvorstand Silvano Murchini (FDP). Sozialvorsteherin Maja Gonseth (FDP) kandidiert für die Sozialbehörde statt den Gemeinderat.

Dominiert werden die Wahllisten wie bereits vor vier Jahren von der SVP und der FDP. Mit Corinne Huber zog 2014 der im Winter 2012 gegründete politische Verein proEGG in den Gemeinderat ein. Diesen Sitz will sie nun verteidigen. Sergio Oesch, Präsident von proEGG, kandidierte für die letzten Wahlen noch als Gemeinderat, in diesem Jahr will er einen Platz in der Rechnungsprüfungskommission (RPK) erobern, sein Kollege Paul Wijnhoven will die Partei neu in der Sozialbehörde vertreten. Für die SVP tritt Infrastrukturvorstand Markus Ramsauer erneut an. Zudem will die Partei den Sitz von Matthias Menzi durch ein Zweierticket verteidigen: Tobias Infortuna, der die örtliche SVP präsidiert, sowie Landwirt und Politneuling Beat Ritter. Neu für den Gemeinderat kandidieren Bettina Baumgartner-Huber und Erich Haller von der FDP sowie der Parteilose Christoph Domeisen. Er bildet zusammen mit Schulpräsidentin Beatrice Gallin und den bisherigen Schulpflegern Urs Rehhorn und Philipp Märki den parteilosen Zusammenschluss Vier für Egg. Sowohl Gallin als auch Märki traten im Sommer aus der FDP aus und wollen ihre Ämter nun als Parteilose verteidigen.

Der heutige Vizepräsident und Finanzvorstand Tobias V. Bolliger (FDP) dürfte als neuer Gemeindepräsident so gut wie gewählt sein, ist er doch bisher der einzige Interessent für die Nachfolge von Rolf Rothenhofer, der das Amt vier Legislaturen innehatte. Für Bolliger als derzeit dienstältesten Gemeinderat wäre 2018 bis 2022 die fünfte Legislatur.

Reduktion der Sitze

Durch die Einführung der Einheitsgemeinde im Januar 2016 besteht der Gemeinderat aktuell aus acht Personen, da Schulpräsidentin Beatrice Gallin (parteilos) von Amtes wegen in der Exekutive Einsitz nahm. In der neuen Legislatur wird der Gemeinderat wieder auf sieben Sitze verkleinert. Gallin trat im Sommer aus der FDP aus und will ihr Amt nun als Parteilose verteidigen. Den Platz macht ihr CVP-Mann Stefan Gnädinger allerdings streitig. Das Präsidium wäre Gnädingers erstes politisches Amt, für Gallin wäre es die dritte Legislatur in der Schulpflege. Bereits vor vier Jahren wurde sie von Dieter Ochsenbein (proEGG) herausgefordert, konnte sich jedoch im Wahlkampf gegen ihn durchsetzen. Für die Schulpflege buhlen insgesamt sieben Kandidaten um die fünf Sitze.

In der RPK ist der amtierende Präsident Beat Rüegg (SVP) der einzige Kandidat für den Posten. Neu in die RPK einziehen will neben Sergio Oesch auch Reto Furrer (FDP). Zusammen mit den Bisherigen Beat Gassmann (SVP), Jenny Waldvogel (parteilos) und Regula Zündorf (parteilos) interessieren sich somit sechs Personen für die fünf zu vergebenden Sitze. In der Sozialbehörde, der Baukommission sowie der Evangelisch- reformierten Kirchenpflege kommt es nicht zu Kampfwahlen. Kirchenpflegepräsidentin Esther Feller stellt sich erneut zur Wahl.