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Parteilos? oder vielleicht eher unparteiisch?

ZO/AvU, Leserbrief von Eveline Hofmann, Egg 31.03.2018

Leserbrief zu Artikel «Wechsel an der Spitze nach 16 Jahren» Ausgabe vom 12. März

In fast allen Gemeinden ist das Problem mit den Parteilosen bekannt. Die Wähler verwechseln leider parteilos mit unparteiisch. Als ob es sich bei Parteilosen um Leute ohne eine Meinung handeln würde. Landauf, landab werden deshalb Personen in Behörden gewählt, bei denen niemand weiss, woran man ist. Stehen diese Leute für mehr oder für weniger Steuern ein? Man weiss es nicht. Für ein unkontrolliertes Verteilen von Sozialleistungen? Niemand weiss es. Als wäre das nicht schon absurd genug, haben sich in Egg nun vier Parteilose zu einer Partei der Parteilosen zusammengeschlossen. Offenbar haben diese vier Kandidaten die gleiche Meinung betreffend Politik, sonst hätten sie sich nicht zusammengetan. Aber welche Meinung? Das ist völlig unbekannt. Stehen sie links oder rechts oder in der Mitte? Grün, rot oder ein buntes Gemisch? Nicht einmal der Flyer gibt Auskunft. Darauf ist nur die Rede davon, dass die vier Kandidaten neue Wege gehen wollen. Aber welche Wege? Das wird nicht genannt.

Besser, man wählt Leute von bekannten Parteien. Man kennt diese Kandidaten normalerweise auch nicht persönlich und bis ins Detail, aber man weiss wenigstens, wo man sie etwa einordnen muss. Man kennt mit der Parteizugehörigkeit die ungefähre Richtung, die sie in der Behörde einbringen werden. Wählen ist wichtig, aber parteilose Kandidaten zu wählen, deren Ziele im Dunkeln liegen, ist sehr unvernünftig. Ich will keine bösen Überraschungen erleben und wähle deshalb nur Personen von Parteien, bei denen man die grundsätzlichen Standpunkte kennt.


proEGG ist eine Lokal-Partei mit klar ausformulierten Zielen. Wir sehen uns als die ausgleichende Kraft in der von SVP und FDP dominierte Politlandschaft in Egg.