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Abstimmung über «Schulraumerweiterung Bützi»

Wann: Sonntag 25.11.2018 (ganztägig)
Typ: Allgemein
Ort:
Teilnehmer:

Zu, Thema Schule steht eine wichtige, da wegweisende Abstimmung bevor. Wir haben uns im Vorstand sehr intensiv und kontrovers mit dem Projekt beschäftigt. Nach vertiefter Prüfung steht die Mehrheit im Vorstand hinter dem Projekt des Gemeinderates und empfiehlt, am 25.11.2018 mit JA zu stimmen.

Dies sind die wichtigsten Punkte aus der Sicht des Vorstands:

  • Die vorgeschlagenen Neubauten für die Schule mit dem variablen Schulraum, der Umnutzung der alten Turnhalle als Mehrzweckhalle und dem Neubau einer Dreifach-Turnhalle ermöglichen eine gesunde Entwicklung der Schulinfrastruktur in Egg. Der neu zu schaffende Raum ist notwendig aufgrund der abzusehenden Entwicklung der Schülerzahlen; gleichzeitig erhalten wir moderne und geeignete Formate für die neue Art Schule. Wichtig erscheint uns bei dem gewählten Projekt, dass die Aufteilung prinzipiell variabel ist und zukünftigen Entwicklungen angepasst werden kann.
  • Es ist richtig, dass es aktuell für die Schule allein nicht zwingend eine Dreifachturnhalle bräuchte. Wir verstehen aber die Beweggründe für das Vorhaben, bereits jetzt in eine Dreifach- anstatt nur in eine Zweifachturnhalle zu investieren. Zwei Turnhallen müssen sowieso ersetzt werden, eine dritte wird wahrscheinlich bald notwendig werden, denn schon jetzt sind die beiden existierenden Turnhallen durch die Schule sehr gut ausgelastet. Der gemeinsame Bau von drei Feldern zum jetzigen Zeitpunkt ist deutlich günstiger als die Variante, jetzt nur zwei Hallen zu erstellen und in einer späteren Etappe noch eine weitere.
  • Die Strategie der Bündelung schulischer Angebote im Bützi und der damit einhergehenden Auflösung des Schulstandorts in Hinteregg hat zu hitzigen Diskussionen geführt. Eine Minderheit im Vorstand möchte unbedingt am Schulhaus Hinteregg festhalten. Schlussendlich überwiegen jedoch für die Mehrheit im Vorstand die Vorteile der räumlichen Zusammenführung der schulischen Angebote. So kann dadurch z. B. die Anzahl der erforderlichen Fahrwege reduziert werden; ausserdem werden die sonderpädagogischen Angebote und möglicherweise auch die Tagesstrukturen optimiert. Es gibt auch Verständnis für die Absicht, die heutigen Kindergartenliegenschaften zu veräussern, um die Finanzierung des Gesamtprojektes zu ermöglichen.
  • Die im Vergleich zur ersten Präsentation um 8 Mio. Franken gestiegenen Kosten für die erste Bauetappe sind erklärbar mit den Mehrleistungen, die im jetzt vorgeschlagenen Projekt enthalten sind. Abgesehen davon kommt es aus heutiger Sicht über alle Etappen gesehen insgesamt nicht zu höheren Kosten.
  • Das Projekt überzeugt uns auch aus ökologischer Sicht: Holz als Baustoff erfüllt hohe ökologische Anforderungen. Wir begrüssen die Erstellung der Solaranlage und die energieeffiziente Bauweise im Minergie-Standard. Aus unserer Sicht dürfte die Gemeinde auch weitergehende Standards in Betracht ziehen wie eine Passiv-Haus-Bauweise.
  • Einzelne zusätzliche Kostenpunkte, wie z.B. der Bau der Tiefgarage unter dem Schulhaus, sind auch von uns diskutiert worden. Da wegen des instabilen Baugrunds sowieso ausgehoben oder gepfählt werden muss, sind sie für uns aber nicht ausschlaggebend für eine Ablehnung des Gesamtprojekts.

Im Laufe der Auseinandersetzung mit dem Projekt hat uns immer wieder die Frage des Stellenwertes der Schulen insgesamt beschäftigt, insbesondere die der Prioritäten, die gesetzt werden. Investitionen in Infrastrukturen scheinen vielen leichter zu fallen als z.B. solche in Tagesstrukturen, bei denen in einer Gemeindeversammlung der Kredit für den Mittagstisch kurzerhand von 160'000 auf 80'000 Franken gekürzt wurde. Hier wollen wir uns auch in Zukunft ganz klar dafür einsetzen, dass beim Thema Schule die Menschen im Zentrum stehen. Es muss zudem so investiert werden, dass allen Gesellschaftsschichten und -gruppen eine vollumfängliche Partizipation ermöglicht wird. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass wir mit einer Ablehnung der nun anstehenden Infrastrukturinvestitionen diesem Anliegen nicht dienen würden.

Bei den ganzen Diskussionen rund um die Abstimmung gab es wiederholt Kritik, dass der Gemeinderat das Projekt nicht in einzelnen Paketen an die Urne bringt; wir hätten uns ausserdem gewünscht, dass es alternativ auch eine günstigere Gesamtvariante gegeben hätte. Bei beidem sehen wir Vor- und Nachteile: Eine Realisierung in Etappen kann den Gesamtwurf kaputt machen und insgesamt die Kosten erhöhen. Zudem würde dann schnell der Vorwurf laut, dass nicht mit offenen Karten gespielt wird bzw. dass nur über Etappen entschieden werden kann, wenn das Gesamtprojekt bekannt ist. Eine Abstimmung über mehrere Kostenvarianten kann dazu führen, dass nicht das beste, sondern das vermeintlich billigste Projekt gewählt wird, das im Nachhinein weitere Kosten verursacht. Zudem würde die Ausarbeitung mehrerer Varianten viele zusätzliche Ressourcen binden.

So stellen wir uns schlussendlich hinter das vorgeschlagene Projekt und sehen es als sinnvolle Investition in eine der zentralen Leistungen der Gemeinde. Unsere Abstimmungsempfehlung lautet JA.

Wir stehen für Rückmeldungen gerne zur Verfügung. Wir auch immer Ihr dazu steht – wir hoffen, dass Ihr auf jeden Fall abstimmen geht!

Der Vorstand von proEGG

Weitere Informationen zum Thema

Bevölkerungsinformation «Schulraumerweiterung Bützi» vom 21. Juni 2018: Unterlagen als PDF

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